Ein Wiedehopf auf einem Ast. | © iStock.com/ Piotr Krzeslak

Wohnraum in luftiger Höhe

Viele Vogelarten sind heute vom Aussterben bedroht. Der Wiedehopf, die Schwalbe, der Fischadler und der Storch zählen dazu. Oft finden die Vögel nicht genügend Futter oder Nistplätze. Das wollen wir ändern und schaffen neuen Lebensraum für unsere gefiederten Gäste.

Ob auf dem Werksgelände oder auf unseren Ausgleichsflächen – wo es möglich ist, bauen wir geeignete Nistplätze und setzen uns so für den Schutz der Arten ein.

Nistkästen für den Wiedehopf

Zum Beispiel auf der Fläche des Naturlehrpfades in Aschaffenburg. Hier haben wir gemeinsam mit der Stadt 13 Nistkästen für den seltenen Wiedehopf errichtet. Die Kästen wurden in einer regionalen Behindertenwerkstatt angefertigt. Künftig findet der seltene Zugvogel hier Platz zum Brüten und ausreichend Nahrung. Denn in den blütenreichen Magerrasen tummeln sich Grillen und Käfer aber auch kleine Frösche und Eidechsen, die beim Wiedehopf auch auf dem Speiseplan stehen.

Einer von insgesamt 13 Nistkästen für den Wiedehopf auf dem Gelände des Naturlehrpfades in Anschaffenburg.
Einer von insgesamt 13 Nistkästen für den Wiedehopf auf dem Gelände des Naturlehrpfades in Anschaffenburg.

Neues Zuhause für Schwalben

Am Bahnhof Potsdam-Griebnitzsee sind die geschützten Rauchschwalben Stammgäste. Jedes Jahr besuchen die Singvögel die gut 40 Nester zur Brutzeit. Seit 2018 trägt der Bahnhof deshalb auch die Auszeichnung des NABUs „schwalbenfreundliches Haus“.

Auch das Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau-Roßlau bietet ein Zuhause für Schwalben. In mehreren Doppelnisthilfen ziehen die Mehlschwalben jedes Jahr ungestört ihren Nachwuchs auf.

Doppelnisthilfen im Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau.
Doppelnisthilfen im Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau.

Wohnraum in luftiger Höhe

Im osthessischen Gelnhausen haben wir im Zuge des Ausbaus der Kinzigtalbahn eine neue Nisthilfe für Störche gebaut. In Absprache mit den Vogel- und Naturschutzverbänden der Region wurde ein zehn Meter hoher Stahlmast samt hölzerner Brutplattform aufgestellt. Ein ansässiges Storchenpaar hat das neue Heim bereits bezogen. In unmittelbarer Umgebung legen wir darüber hinaus einen Rastvogelteich an. Hier finden dann auch kleinere Amphibien wie Kröten und Frösche künftig ein neues zu Hause.

Mit einem Bagger wurde der 10 Meter hohe Stahlmast für die Storchennisthilfe aufgestellt

Zimmer mit Aussicht 

Im sächsischen Werdau nahe der Koberbachtalsperre haben wir in Kooperation mit der dortigen Naturschutzbehörde auf einem unserer Strommasten eine Nisthilfe für den ansässigen Fischadler angebracht. In 25 Meter Höhe wartet nun ein Drahtgestell bestückt mit Ästen, Moos und Holzspänen auf den Einzug des Fischadler-Pärchens. Der Standort des Strommastes ist optimal: Er befindet sich auf einem freien Feld und in der Nähe von Gewässern, in denen die seltenen Greifvögel ihre Nahrung finden.
 

Ein Fischadler-Nest.
Die Nisthilfe auf 25 Meter Höhe ist mit Ästen, Moos und Holzspänen bestückt, damit sich ein Fischadler-Pärchen niederlassen kann.