So halten wir E-Motoren am Laufen

Ohne unsere Elektromotoren läuft gar nichts. Damit die Motoren unserer E-Loks lange einsatzbereit sind, hat das Fahrzeuginstandhaltungswerk in Dessau ein technisches Verfahren eingeführt, um ihre Lebensdauer nachhaltig zu verlängern.

Das Prinzip ist einfach: Bei Elektromotoren mit massiven Schäden am Isolationssystem müssen die Spulen, die in sogenannten Tränkharzen fest umhüllt sind, gewechselt werden.
 
Bei Temperaturen über 200 Grad Celsius werden die Harzverbindungen auf den Spulen in einem speziellen Heißluftofen thermisch aufgelöst. Im Anschluss werden neue Spulen in den E-Motor eingelegt und imprägniert. So ist der Motor startklar für seinen nächsten Einsatz im Zug. 

Mit dem thermischen Verfahren müssen die Motoren nicht neu beschafft werden. Das ist umweltfreundlich, weil wir so Rohstoffe einsparen.

Über 360 Elektromotoren hat das Werk Dessau seit 2017 so erfolgreich aufbereitet. Eingespart wurden so mehr als 600 Tonnen Stahl und über 100 Tonnen Kupfer einem Recycling zugeführt. Da die Rohstoffe nicht neu beschafft werden müssen, wird dadurch so viel CO2 gespart, wie jährlich rund 120 Menschen in Deutschland verbrauchen.