So halten wir E-Motoren am Laufen

Ohne unsere Elektromotoren läuft gar nichts. Damit die Motoren unserer E-Loks lange einsatzbereit sind, hat das Fahrzeuginstandhaltungswerk in Dessau ein technisches Verfahren eingeführt, um ihre Lebensdauer nachhaltig zu verlängern.

Das Prinzip ist einfach: Bei Elektromotoren mit massiven Schäden am Isolationssystem müssen die Spulen, die in sogenannten Tränkharzen fest umhüllt sind, gewechselt werden.

Alte Motoren neu aufbereitet 

Bei Temperaturen über 400 Grad Celsius werden die Harzverbindungen auf den Spulen in einem speziellen Heißluftofen thermisch aufgelöst. Im Anschluss werden neue Spulen in den E-Motor eingelegt und imprägniert. So ist der Motor startklar für seinen nächsten Einsatz im Zug. 

Weniger Rohstoffeinsatz spart CO2

Mit dem thermischen Verfahren müssen die Motoren nicht neu beschafft werden. Das ist umweltfreundlich, weil wir so Rohstoffe einsparen.

Pro Jahr arbeitet das Werk Dessau im Durchschnitt mehr als 200 Elektromotoren erfolgreich auf. Das spart rund 430 Tonnen Stahl und über 50 Tonnen Kupfer jährlich, die einem Recycling zugeführt werden. Da die Rohstoffe nicht neu beschafft werden müssen, wird dadurch so viel CO2 gespart, wie jährlich rund 100 Menschen in Deutschland ausstoßen.

Alte Fahrmotoren vor der Aufarbeitung
Alte Fahrmotoren vor der Aufarbeitung
Im Heißluftofen werden die Harzverbindungen thermisch aufgelöst
Im Heißluftofen werden die Harzverbindungen thermisch aufgelöst
Nach der Auflösung werden die alten Wicklungen manuell entfernt
Nach der Auflösung werden die alten Wicklungen manuell entfernt
Am fast fertigen Motorgehäuse wird nochmal per Hand der Isolierlack nachgebessert
Am fast fertigen Motorgehäuse wird nochmal per Hand der Isolierlack nachgebessert