Auf der digitalen Schiene in die Zukunft

Wir digitalisieren unser gesamtes Netz und bringen so mehr Verkehr auf die starke Schiene. Doch wie digitalisiert man ein ganzes Schienennetz? Kern der digitalen Schiene ist der Ausbau der neuen funkgesteuerten Leit- und Sicherungstechnik ETCS (European Train Control System) sowie die Einführung Digitaler Stellwerke. In Kombination mit digitalen Planungs- und Dispositionsprozessen ermöglicht das eine engere Zugfolge und einen flexibleren Betrieb. 

Wir machen Strecken also leistungsfähiger und vergrößern ihre Kapazität im bestehenden Netz um bis zu 20 Prozent. Das entspricht Tausenden zusätzlicher Züge täglich. Die standardisierte Technik macht den Betrieb außerdem insgesamt weniger störanfällig. So sparen wir Emissionen ein und schützen die Umwelt. 

So werden bereits seit 2018 im sächsischen Annaberg-Buchholz Weichen und Signale einer Regionalstrecke digital gesteuert. Für den Fernverkehr ist das erste digitale Stellwerk am 30. Oktober 2019 in Rostock-Warnemünde in Betrieb gegangen.
Es ist eins von 280 digitalen Stellwerken, die künftig den Zugverkehr auf dem 33.400 Kilometer langen Streckennetz in Deutschland steuern sollen. Sukzessive lösen die High-Tech-Stellwerke die über 2.600 Stellwerke verschiedener Bauarten aus vielen Jahrzehnten ab.


Als nächstes folgen digitale Stellewerke an den Standorten Meitingen-Mertingen in Bayern, Harz-Weser-Netz in Niedersachsen sowie auf der Strecke Koblenz-Trier in Rheinland-Pfalz.