Unsere Artenspürhunde helfen auf unseren Baustellen bei der Suche nach geschützten Tierarten. | © DB AG/Faruk Hosseini

Auf den (Artenspür)Hund gekommen

Rund 220 Millionen Riechzellen hat ein Hund. Damit ist der Vierbeiner uns Menschen eindeutig überlegen. Diese Eigenschaft machen wir uns als Deutsche Bahn zu Nutze und setzen künftig bei Bauvorhaben auch auf die Unterstützung zertifizierter Artenspürhunde.

Zuverlässige Kollegen auf vier Beinen

Der Artenschutz spielt bei unseren Bauprojekten eine wichtige Rolle. Vor Baubeginn führen wir eine sogenannte Artenkartierung durch. So stellen wir fest, ob geschützte Tiere vor Ort leben und können gegebenenfalls geeignete Schutzmaßnahmen einleiten. In der Regel begehen dabei unsere Fachleute das Gebiet und halten Ausschau nach den tierischen Grundstücksbewohnern, wie Zauneidechse oder Fledermaus. Das Sehvermögen der Menschen ist allerdings begrenzt. Oft sind Bauwerke verwinkelt oder das Gelände stark bewachsen. Oder die Tiere sind zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten inaktiv. Unsere Artenspürhunde können dagegen die verschiedenen Tierarten zuverlässig erschnüffeln – auch wenn diese nicht vor Ort zu sehen sind.

Speziell ausgebildete Spürnasen

In einem Pilotprojekt bekommen unsere Hunde eine spezielle Ausbildung zum Artenspürhund. Gemeinsam mit den DB-Diensthundeführern lernen die Vierbeiner Zauneidechsen, Schlingnattern und Co. anhand von Geruchsspuren aufzufinden. Parallel steht für die Hundeführer unter anderem die Biologie der Zielarten und das Kartieren ohne ihre tierischen Begleiter auf dem Lehrplan. Die Ausbildung dauert rund acht Monate und endet mit einer theoretischen sowie praktischen Prüfung. Sie qualifiziert Mensch und Hund für unsere Kartierarbeiten. Die Zertifizierung erfolgt in enger Abstimmung mit den regionalen Fachbehörden. 

Im Einsatz auf der Baustelle

Bereits während der Ausbildung sind die Hundeführer mit den Hunden im Einsatz. Sie unterstützen bei laufenden Bauprojekten und helfen dort bei der Artenkartierung. 

Unsere tierischen Mitarbeiter sind ein Gewinn für uns und den Artenschutz. Die Hunde arbeiten schnell, präzise und fast unabhängig von Witterung und Aktivitätszeiten der Tiere. Sie ergänzen die herkömmlichen Kartierungen auf ideale Weise und können im Zweifelsfall den entscheidenden Hinweis geben. So profitiert der Artenschutz auf unseren Baustellen. Der Einsatz von Artenspürhunden hilft uns gleichzeitig, Kosten und Zeit zu sparen.

Unsere Artenspürhunde helfen auf unseren Baustellen bei der Suche nach geschützten Tierarten.
Unsere Artenspürhunde helfen auf unseren Baustellen bei der Suche nach geschützten Tierarten.
Die Hunde können Zauneidechsen, Schlingnattern, Fledermäuse & Co. schneller und zuverlässiger aufspüren als der Mensch.
Die Hunde können Zauneidechsen, Schlingnattern, Fledermäuse & Co. schneller und zuverlässiger aufspüren als der Mensch.
Gemeinsam mit den DB-Diensthundeführern lernen die Vierbeiner geschützte Tierarten anhand von Geruchsspuren aufzufinden.
Gemeinsam mit den DB-Diensthundeführern lernen die Vierbeiner geschützte Tierarten anhand von Geruchsspuren aufzufinden.