Frisch aus dem Drucker, rein in den Zug

Unsere Züge bestehen aus vielen einzelnen Bauteilen, viele davon sind einzigartig. Es kostet oft viel Zeit und Material, um alle in kleiner Anzahl verfügbar zu halten. Mit dem 3D-Druck haben wir eine Lösung gefunden, effizienter und ressourcenschonender zu arbeiten. 

Bei dem digitalen Verfahren werden die Bauteile vorab im Original vermessen oder eingescannt und dann in digitale Messdaten übersetzt. Der Aufbau erfolgt dann schichtweise – egal, ob das Bauteil aus Kunststoff oder Metall besteht. 

Für kleine Bauteile mit feineren Strukturen nutzen wir in der Regel ein pulverbasiertes Verfahren. Dabei wird das Pulver mit einem Laserstrahl an den gewünschten Stellen schichtenweise aufgeschmolzen. Der Prozess wiederholt sich je nach Bauteilgröße einige hundert bis tausend Mal. Für größere und gröbere Strukturen wird auch metallischer Draht oder Kunststoff verschmolzen.

Mit dem 3D-Druck können wir Bauteile immer genau dann herstellen, wenn sie benötigt werden – und das innerhalb kurzer Zeit. So vermeiden wir lange Wartezeiten und machen unsere Züge schneller fit für den Einsatz auf der Strecke. Sogar nicht mehr erhältliche Bauteile können wir mit dem 3D-Druck wiederbeschaffen und verlängern so den Lebenszyklus unserer Anlagen.

Aber der 3D-Druck spart nicht nur Zeit, sondern auch wertvolle Rohstoffe. Denn wir müssen Ersatzteile nicht mehr in großen Mengen lagern, sondern können diese bei Bedarf herstellen. Und wir verwenden nur das für das Bauteil benötigte Rohmaterial. Doch nicht nur das: Wir sparen auch Transportwege und damit CO2. Denn künftig kann DB Schenker Bauteile bei unseren Kunden direkt vor Ort drucken und muss diese nicht mehr über weite Strecken transportieren. 

Das Potenzial für den Ausbau des 3D-Druckverfahrens bei uns ist groß. Wir haben bereits über 7.000 (Ersatz-)Teile aus unterschiedlichsten Anwendungen gedruckt. Die Palette der Bauteile reicht dabei vom Mantelhaken über Handlaufschilder in Blindenschrift bis hin zu sicherheitsrelevanten Teilen im Bremsbereich von Fahrzeugen. Mit Einsatz des Print-on-Demand Verfahrens leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.