Ein Güterzug fährt über eine Brücke. | © DB AG / Oliver Lang

Für alle leiser

Ein erstes Etappenziel beim Lärmschutz haben wir als Deutsche Bahn im vergangenen Jahr erreicht: Der Schienenverkehrslärm wurde in der menschlichen Wahrnehmung um die Hälfte reduziert. Darauf ausruhen werden wir uns jedoch nicht. Bis 2030 sorgen wir dafür, dass für mehr als die Hälfte aller Anwohner:innen besonders belasteter Strecken der Schienenverkehrslärm gemindert wird.

Als Deutsche Bahn setzen wir dabei auch in Zukunft auf unsere bewährte Zwei-Säulen-Strategie. Die erste Säule umfasst alle Lärmschutzmaßnahmen vor Ort. Konkret errichten wir zum Beispiel Schallschutzwände an der Strecke und rüsten Wohnungen mit Schallschutzfenstern aus. Die zweite Säule der Lärmschutzmaßnahmen zielt darauf ab, leisere Fahrzeuge auf die Schiene zu bringen und Lärm direkt dort zu verringern, wo er entsteht – an der Quelle.

2000
2020
3250
2030
6500
2050
Lärmsanierte Streckenkilometer

Bis 2030 wird der Schienenverkehrslärm auf insgesamt 3.250 Streckenkilometern deutlich verringert. Damit nimmt die Geschwindigkeit der Lärmsanierung in den kommenden zehn Jahren noch einmal deutlich an Fahrt auf. Wir werden durchschnittlich 25 Prozent mehr Streckenkilometer gegenüber der alten Zielsetzung im Rahmen und mit Mitteln des freiwilligen Lärmsanierungsprogramms des Bundes lärmsanieren. Priorität haben dabei Strecken, die besonders von Lärm betroffen sind und an denen sehr viele Menschen wohnen.

Bis 2025 werden unsere elektrischen Streckenlokomotiven der Güterzüge von DB Cargo in Deutschland mit leisen Bremssystemen unterwegs sein. DB Fernverkehr ersetzt bis 2025 alle Rangierloks mit Dieselantrieb durch besonders leise und klimafreundliche Hybrid-Rangierloks. Und bis 2030 wird DB Cargo alle im Fernbereich eingesetzten lauten Dieselloks ausgemustert haben.

800000

von Lärm entlastete Anwohner:innen bis 2030

Schubkraft aus der Wissenschaft
Auch in den kommenden Jahrzehnten setzen wir auf Forschung und Entwicklung neuer Lärmschutzkonzepte. Damit erweitern wir unsere Portfolios wirksamer und wirtschaftlicher Maßnahmen. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), dem Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZSF) und verschiedenen Partnern aus der Industrie arbeiten wir daran, Lösungen für den Lärm- und Erschütterungsschutz vor Ort sowie für Schieneninfrastruktur und -fahrzeuge weiterzuentwickeln. Bis 2025 sollen beispielsweise innovative Lärmschutzmaßnahmen für neue Güterwagen weiter untersucht und vorangetrieben werden – für mehr Wohn- und Lebensqualität in Streckennähe.

1600000

von Lärm entlastete Anwohner:innen bis 2050

Haben wir 2030 unser Zwischenziel erreicht und mehr als 800.000 Anwohner:innen von Lärm entlastet, sind wir noch nicht fertig. Unser langfristiges Ziel: Gemeinsam mit dem Bund werden wir bis 2050 für alle Anwohner:innen, die derzeit an belasteten Strecken wohnen, den Lärm durch die Schiene gemindert haben – insgesamt für mehr als 1,6 Millionen Menschen.

Um dieses Ziel zu erreichen und alle betroffenen Anwohner:innen von Lärm zu entlasten, werden wir bis 2050 alle besonders lärmbelasteten Strecken im Lärmsanierungsprogramm des Bundes sanieren – insgesamt rund 6.500 Streckenkilometer. Unser Ziel: Ein leises Schienennetz für ganz Deutschland.

Daher geht es auch ab 2030 mit dem Bau von Schallschutzwänden entlang besonders lärmbelasteter Strecken weiter, ebenso wie mit den Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden in Streckennähe. Gemeinsam mit Forscher:innen und Entwickler:innen arbeiten wir zudem weiter daran, dass die Schieneninfrastruktur und die einzelnen Schienenfahrzeuge immer weniger Lärm verursachen.